Die Saga um Sonic X-treme, Segas berüchtigtes, verlorenes 3D-Aushängeschild für den Sega Saturn, hat durch neu veröffentlichte Quellarchive des Chefdesigners Chris Senn neue historische Einblicke erhalten.
Das vom Sega Technical Institute (STI) entwickelte Projekt zielte darauf ab, Super Mario 64 mit einer revolutionären Weitwinkel-Fischaugenkamera die Stirn zu bieten, die Schwerkraftvektoren dynamisch rotierte, während Sonic Wände hoch- und über gekrümmtes Terrain raste.

Die Produktion wurde jedoch von quälenden technischen Engpässen auf der Saturn-Hardware und internen Querelen zwischen Sega of America und Sega of Japan geplagt, was schliesslich darin gipfelte, dass Yuji Naka die Nights into Dreams-Rendering-Engine zurückhielt.
Nachdem Teammitglieder durch erbarmungslose Crunch-Phasen erkrankt waren, zog das Management Ende 1996 den Stecker. Das Fehlen eines echten 3D-Sonic-Platformers schwächte den Saturn während der entscheidenden Weihnachtseinkaufsschlacht massiv.



